Die Arbeitskraft eines Menschen wird im Schnitt auf etwa 2 Mio EUR geschätzt. Soviel sollte man im Laufe seines Lebens erarbeitet haben. Eine Berufsunfähigkeit kann diese Arbeitskraft gefährden. Umschulungen, Jobverlust und Krankheitskosten sind die Folgen eine Berufsunfähigkeit. Dieses Risiko ist nur durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzudecken.
In der Berufsunfähigkeitsversicherung werden bei Antragsstellung Gesundheitsfragen gestellt. Dadurch möchte der Versicherer sicherstellen, dass er dauerhaft sein Versicherungs-Versprechen gegenüber seinen Versicherten einhalten kann. Würde er dies nicht tun, würden sich die Menschen erst versichern, wenn der Leistungsfall kurz bevor steht.
Nur 10-20 Prozent der Berufsunfähigkeitsversicherungen können ohne Probleme beantragt werden. Für die meisten anderen Interessenten beginnt nun ein steiniger Weg: Fragebögen müssen ausgefüllt werden, Ärzte werden angefragt, Bonitätsauskünfte eingeholt. Diesen Aufwand kann man umgehen, indem man möglichst frühzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt (Geht bereits im Kindesalter), wenn diese Themen noch nicht relevant sind. Hierzu kann ich nur dringend raten.
Auch lohnt es sich nicht, die Beantragung der Berufsunfähigkeitsversicherung zu verschleppen. Man wird ja nicht gesünder und auch nicht jünger. Die Ablehnungsquote steigt mit dem Alter, genauso wie die Beiträge der Berufsunfähigkeitsversicherung.
In der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es Gesellschaften, die im Leistungsfall häufig Prozesse führen und andere Gesellschaften, die dies weniger oft tun. Grund ist die enge Kalkulation bei einigen Gesellschaften, die sich dann im Schadensfall bemerkbar macht. Hierzu hat die Zeitschrift Capital sich 2009 geäußert mit der Überschrift: "Pech im Unglück".
Ein sehr gutes Bedingungswerk und eine niedrige Prozessquote gab es nur für eine handvoll Gesellschaften, hierzu zählen zum Beispiel die Branchenriesen Alte Leipziger, SwissLife, Allianz, Deutscher Ring, AXA und Dialog. Hier werden in der Regel über 65% aller Leistungsfälle problemlos angenommen - das klingt wenig, ist aber branchenweit ein Spitzenwert!
Dahinter tummeln sich dann viele Gesellschaften, bei denen die Chance auf eine reibungslose Bearbeitung etwa bei 50:50 liegt. Auch dieser Wert ist noch akzeptabel und hier finden sich ebenfalls sehr guten und bekannte Berufsunfähigkeitsversicherer wie z.B. HDI-Gerling, Nürnberger, Gothaer, Volkswohl Bund und Generali.
Dahinter folgt der "Rest", bei denen vielleicht noch die WWK und die SDK positiv auffallen.
Lassen sie sich auch zum Thema Prozessquote persönlich beraten, fragen sie explizit nach. Diese Quoten sind frei einsehbar, allerdings wirbt nicht jeder Vertreter mit einem schwachen Abschneiden seiner Gesellschaft. Anders die Makler: Diese werden stets nach anerkannten Gesellschaften suchen, die gleichzeitig einen fairen Preis für ihre Leistung verlangen.