Rentenversicherungen im Vergleich
Doch im Vergleich zur Rentenversicherung ist die Lebensversicherung ein einfaches Produkt: Es wird eine Versicherungssumme festgelegt, die entweder im Erlebensfall oder im Todesfall ausgezahlt wird. Der Versicherer leistet also immer, das einzige unsichere ist der Zeitpunkt. Eine Rendite kann jederzeit ermittelt werden. Bei der Rentenversicherung (dort wird die Leistung immer als lebenslange Rente ausgezahlt) kann die Rendite erst dann berechnet werden, wenn das Rentenalter erreicht wird und die Rente gezahlt werden muss. Hierzu fehlen aber noch genaue Zahlen. Ähnliches gilt für die fondsgebundenen Varianten. Auch hier wird die Rendite aufgrund von Kursschwankungen erst am Ende gerechnet und dazu ist das Produkt zu neu. Map-Report hat die Zahlen beider Produkte untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die Lebensversicherung trotz des zusätzlichen Todesfallschutzes höhere Erträge erwirtschaftet als die Rentenversicherung. Bei der Rentenversicherung wird davon ausgegangen, dass statt der Rente eine Kapitalabfindung gewählt wird. Eine Begründung könnte sein, dass das Langlebigkeitsrisiko - also das Risiko des Versicherers, einem gesunden Versicherten sehr lange eine monatliche Rente auszuzahlen - sehr hoch bewertet wird, und dadurch die Ablaufleistung geringer angesetzt wird. Fazit: Die klassische, gemischte Lebensversicherung aus einem Sparanteil (Erlebensfall) und einem Risikoanteil (Todesfall) schneidet auch heutzutage sehr gut ab. Map-Report ermittelte Renditen zwischen 4,4 und 5,8%. Insgesamt ein sehr guter Wert, der sich vor den anderen Kapitalanlageprodukten keinesfalls verstecken braucht.
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