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Alternative Gesundheitsprämie

Ein Vorschlag für eine alternative Gesundheitsprämie wäre eine Familien-Gesundheitsprämie. Auch bisher ist es so, dass gesetzlich Versicherte die Möglichkeit zu einer Familienversicherung haben.

Der Hauptverdiener zahlt dabei einen Beitrag und die Familienmitglieder (Hausfrau, Kinder) sind kostenlos mitversichert. Überträgt man dieses System auf die Gesundheitsprämie, braucht man zum Berechnen einige Eckdaten.
  • Die Finanzierungs-Summe beträgt weiterhin 175 Mrd EUR jährlich
  • Weiterhin seien immer noch fixe 7 Prozent Arbeitgeberanteil angenommen: Bei 1,03 Mrd Bruttosozialprodukt werden hier 71,9 Mrd EUR gezahlt.
  • Die restlichen 103,1 Mrd EUR werden von den Erwachsenen und Rentnern in Form einer Familienversicherung gezahlt
  • Gehen wir davon aus, dass es derzeit 16,5 Mio Singles gibt, 22,7 Mio Menschen in Partnerschaft ohne Kinder, 22,1 Mio Menschen in Partnerschaft mit Kindern (Elternteile) und 20,3 Mio Kinder (kein festes Einkommen).
  • Von den Eltern waren 18 Mio Menschen verheiratet, 1,5 Mio nicht verheiratet und 2,6 Mio Alleinerziehend
Im Endeffekt zahlen bei einer Familienversicherung die 20,3 Millionen Kinder keinen Beitrag und die 18 Millionen Verheirateten zahlen nur einen gemeinsamen Beitrag. Demnach wäre die Summe von 103,1 Mrd EUR also von 52,3 Millionen Menschen zu tragen - das wären 163,96 EUR pro Kopf.
Eine Tabelle würde dann so aussehen:

Berechnungsergebnis

ArbeitgeberFamilienbeitrag
1 Prozent262,43 EUR
2 Prozent246,02 EUR
3 Prozent229,60 EUR
4 Prozent213,19 EUR
5 Prozent196,78 EUR
6 Prozent180,37 EUR
7 Prozent163,96 EUR
8 Prozent147,55 EUR
9 Prozent131,13 EUR
10 Prozent114,72 EUR
11 Prozent98,31 EUR
12 Prozent81,90 EUR
13 Prozent65,49 EUR
14 Prozent49,08 EUR
15 Prozent32,66 EUR
16 Prozent16,25 EUR
Gerade für Singles ist das natürlich ein recht hoher Beitrag, aber er würde Familien deutlich entlasten. Gibt es mehrere Arbeitnehmer innerhalb einer Familie, werden natürlich für alle die x Prozent vom Lohn gezahlt, allerdings wird die Gesundheitsprämie nur einmal fällig.

Dies ist Teil 2 meiner Serie zur Gesundheitsprämie. Teil 1 findet ihr hier: Die Kopfprämie - Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung? Teil 3 findet ihr hier: Ist die Kopfprämie sozial?

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Kommentare zum Thema

1. Hansi
Das Problem bei allen auf "Familie" gerichteten Förderungen/Vorteile ist, dass es in Wahrheit immer um die Ehe geht. Und die ist gerade am "zerbröseln". Die Zahl von "wilden Ehen" und auch die von Unterhaltspflichtigen steigt stetig. Daraus würde sich vermutlich ergeben, dass den Unterhaltspflichtigen auch noch die Kassenbeiträge der zu unterhaltenden Kinder/Ex-Ehepartner aufgebürdet würden. Denn dass sich der Staat das Geld, was ihm fehlt, immer da holt, wo es am leichtesten zu holen ist (nämlich bei denen, die keine Lobby haben), beweist allein schon die neue Düsseldorfer Tabelle. Somit wird der Trend zur Trennung von Ehepartnern und vor allem Eltern vom "Sozialstaat" gnadenlos ausgenutzt, sich vor seinen sozialen Verpflichtungen zu drücken. Alles Hin- und Hergerechne nützt nur etwas, wenn dabei auch die Realität auf dem wirklichen Arbeitsmarkt (Trend zu Niedristglöhnen) und dem "familieren Gefüge" (Trend weg von der Ehe) berücksichtigt wird. Fazit: Eine echte Reform sollte alle Bürger in die Pflicht nehmen (auch PKV und Beamte) -> Bürgerversicherung. Was spricht dagegen?
(Geschrieben: 2010-03-17 20:07:28)
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