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Beitragsanpassung in der gesetzlichen Krankenkasse

Letzte Woche schrieb ich noch über Möglichkeiten, die Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung zu lösen. Heute lese ich: Beitragsanpassung auf 15,5 Prozent!

Damit macht die Regierung das, was sie eigentlich versprochen hatte, zu vermeiden: Statt Ausgaben zu senken erhöht sie die Einnahmen. Das löst die Probleme der Krankenkassen zum einen nur kurzfristig, zum anderen tragen nun die Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten (voraussichtlich jeweils 0,3 Prozent). Letzte Woche meldeten die ersten Krankenkassen bereits Landunter, dies könnte nun eventuell hinfällig sein.

Zu Gute halten muss man, dass der Satz von 15,5 Prozent nichts Neues ist, sondern im Prinzip dem alten Beitragssatz entspricht, den wir bereits vor einem Jahr hatte. Die Beitragssenkung damals von 15,5 auf 14,9 war der Ankurbelung der Konjunktur geschuldet (mehr Netto für die Bürger) und größtenteils über Steuermittel finanziert.

Dadurch wird hoffentlich das Thema Krankenkassen ein wenig an Schärfe verlieren, denn insbesondere FDP und CSU hatten über das Thema lange gestritten. Mit der Beitragserhöhung kauft man sich Zeit und Ruhe ein und kann hoffentlich wieder vernünftig über das Thema Kopfpauschale diskutieren. Die Kopfpauschale kommt (Steht im Koalitionsvertrag) und ich bin der Meinung, dass die heute vorhandenen Zusatzbeiträge bereits eine kleine Kopfpauschale darstellen und dieses System lediglich etwas umgebaut werden müsste (Stichwort: Pflicht-Zusatzbeitrag).

Wer sich für einen Wechsel der Krankenkasse interessiert, kann sich hier über meine Empfehlung zur gesetzliche Krankenkasse informieren.

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