News

Renteneintritt mit 67

Alle Parteien diskutieren derzeit wieder über den Renteneintritt mit 67. Dabei gehen die Vorstellungen wieder grundlegend auseinander.

Die Linkspartei will die Beiträge zur Rentenversicherung (derzeit 19,9% des Bruttolohns) erhöhen und dadurch die Rente mit 65 wieder erhalten. Wobei sie sich grundsätzlich für eine längere Lebensarbeitsdauer ausspricht.

Die SPD verlangt eine flexiblere Renteneintrittsphase, mit der Möglichkeit zu Teilrenten und Hinzuverdiensten. Ähnliches fordern die Grünen.

Mehr Flexibilität fordern auch die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP, wobei hier grundsätzlich an der Altersgrenze 67 festgehalten werden soll.

Meine Meinung hierzu: Die Demographie lässt gar keine andere Möglichkeit als eine höhere Altersgrenze zu. Der übliche Werdegang sieht heute entweder so aus: 30 Jahre bis zum Abschluss des Studiums, dann 30 Jahre arbeiten und anschließend 30 Jahre in Rente gehen - in diesem System müsste ein Arbeitnehmer einen Rentner und einen Schüler mitfinanzieren. Die zweite Möglichkeit ist das Ende der Ausbildung mit etwa 20, danach 40 Jahre Berufsleben und anschließend 30 Jahre Rente. Dieses System funktioniert schon besser, allerdings müssen auch hier zu wenige Arbeitnehmer zu viele Schüler und Rentner finanzieren.
Da ein Übergang in ein anderes System als den Generationenvertrag derzeit überhaupt nicht möglich ist (Die Rentenkassen sind leer, deshalb ist ein kapitalgedecktes System nicht möglich), muss an dem bestehenden System gefeilt werden. Zu diesem Thema gehört zum Beispiel, über ein begingungsloses Grundeinkommen nachzudenken, das vielfältige Zuverdienstmöglichkeiten vorsieht. Ein solches Grundeinkommen könnte beispielsweise ungefähr 500 EUR betragen und über eine negative Einkommenssteuer geregelt werden - im Prinzip also ein Einkommen, dass sogar den Superreichen zustehen würde (in diesem Fall aber einfach mit der Einkommenssteuer verrechent wird). Das würde insbesondere Geringverdiener entlasten, die dadurch quasi einen steuerfinanzierten Zuverdienst hätten. Über dieses bedingungslose Grundeinkommen müssten aber sämtliche Transferleistungen abgegolten sein und zudem die Möglichkeit, weitere Ausgaben von der Steuer abzusetzen, reduziert werden. Das würde Vielverdiener treffen, die derzeit sehr hohe Beträge von der Steuer absetzen können. Aus diesem System könnten Vielverdiener dann auch nicht aussteigen (Aus dem System der gesetzlichen Rentenversicherung kann man derzeit ab einem gewissen Einkommen aussteigen).

Veröffentlicht bei Saar-Versicherung.de im News-Archiv RSS
Gib 1+ für diesen Artikel

Kommentare zum Thema

Kommentar verfassen
Name eMail (freiwillig)
Welcher Buchsta_e fehlt?
Weitere Artikel Versicherungen
  • Keine weiteren Artikel zum Thema gefunden
Tag-Cloud
Altersgrenze Arbeitnehmer Aussteigen Einkommen Einkommenssteuer Fordern Grundeinkommen Grundsätzlich Jahre Möglich Möglichkeit Nicht Rente Renteneintritt Rentenversicherung Rentner Schüler Steuer System Vielverdiener